Reflexintegration
Frühkindliche Reflexe sind automatische Bewegungsmuster, die uns in den ersten Lebensmonaten helfen zu überleben. Mit der Zeit sollten sie sich jedoch zurückbilden, da sie im späteren Leben nicht mehr benötigt werden. Bleiben sie jedoch aktiv, kann dies zu motorischen und kognitiven Einschränkungen führen.


Warum ist Reflexintegration wichtig?
Wenn frühkindliche Reflexe nicht vollständig verschwinden, muss der Körper sie unbewusst kompensieren. Dies kann zu erhöhter Anstrengung im Alltag führen – insbesondere beim Schreiben, Lesen oder Konzentrieren. Betroffene Kinder (und auch Erwachsene) ermüden schneller, haben Schwierigkeiten, sich zu fokussieren, oder empfinden schulische und alltägliche Aufgaben als überfordernd.
Wie funktioniert die Reflexintegration?
Durch gezielte Bewegungsübungen kann das Gehirn dabei unterstützt werden, diese Reflexe nachträglich zu integrieren. Regelmäßige Wiederholungen über einen Zeitraum von mehreren Wochen helfen dabei, die neuronalen Verknüpfungen zu stärken und störende Reflexreaktionen abzubauen.
Unterstützung bei ADHS, LRS und motorischen Herausforderungen
Eine unzureichende Reflexintegration kann sich unter anderem durch Lernschwierigkeiten, Konzentrationsprobleme, Hyperaktivität oder motorische Einschränkungen äußern. Auch körperliche Beschwerden wie Muskelverspannungen oder eine unausgeglichene Körperhaltung können damit in Zusammenhang stehen.


